Winter am Strand in Pichilemu – fühlt sich doch beinahe wie Sommer an.
Trotz der kalten Zeit hier im Süden, oder gerade wegen dieser, verbringen wir mit Freunden beinahe jedes Wochenende am Strand. 3 Stunden Richtung Süden von Santiago aus und wir landen in der Surfmetropole Chiles, in Pichilemu. Was im Sommer ein reines Mekka ist, umlagert von tausenden Profisurfern, Möchtegern-Surfern und Surfbeobachtern – ist im Winter ein kleines und eher verlassenes Idyll. Kilometerweiter Strand – beinahe ohne weitere Gäste. Ich zähle mich zu der Kategorie “Möchtegern-Surfer”, der doch eher nach den Wolken, Wind und Außentemperaturen entscheidet, ob ein sich mitten im Winter in den kalten Pazifik wagen … sich wirklich lohnt oder sich wirklich, wirklich lohnt. Eigentlich lohnt es sich immer und nach den ersten 2 Schock-Gefrierminuten, gewinnt der Spaß an den Wellen und die Motivation, endlich ein klein wenig länger auf dem Surfbrett zu stehen. Nur 1 Meter neben mir in meiner Übungszone – wohlgemerkt nicht tief in den Wellen, sondern lediglich im Ufer-Schaumbereich des Meeres – schwamm vor ein paar Tagen ein Pinguin neben mir. Keine Ahnung wer mehr von uns Beiden den Anderen vor Schock und Erstaunen anstarrte. Beeindruckend!

