Meistens fährt man von Zuhause aus in den Urlaub – ich bin über Weihnachten und Neujahr von Chile aus für einen Monat nach Hause geflogen. Genau in dem Zeitraum fegte der schwerste Winter seit 100 Jahren über Deutschland und besonders über Leipzig hinweg und mit -26 Grad, benötigte ich ein paar Tage, um die sommerlichen 30 Grad aus Chile hinter mir zu lassen. Schön Familie und Freunde wieder zu sehen, Zuhause zu fühlen, zu sehen und zu schmecken und auch irgendwie verwirrend, momentan in “zwei Welten” zuleben. Danke euch Lieben für viele schöne Tage im Schnee mit euch, Zuhause in Leipzig, in Potsdam und Berlin. Werde euch vermissen!
Urlaub andersherum
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Fotorückblick 2008 – Jan/Feb 2009
Rückblick in Bildern
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Chile, Argentina – Video
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Ehrliche CSR?
Reputation, Image, Erhöhung von Aufmerksamkeit und Wahrnehmung: Soziale Verantwortung von Unternehmen ist zum Trend geworden. Ein Geschäft bei dem meist gutes Getan und auch erreicht wird, die Unternehmen gewinnen, und dazu noch viele andere im Windschatten dieser Unternehmung. Und doch geht mit der Zeit immer mehr der eigentliche Sinn der “sozialen Verantwortung von Unternehmen” verloren. Die Unternehmung CSR wird immer komplexer, immer mehr Guidelines und Normen gilt es zu beachten. Schwer ist es für den Laien das Konzept CSR überhaupt zu verstehen, aber zunehmend auch für den CSR-Verantworlichen im Unternehmen wird es eine mühevolle Aufgabe, CSR richtig umzusetzen. Unternehmensberatungen schiessen wie Pilze aus den Boden um hier hilfreich zur Seite zu stehen und dem CSR auch ihren kleinen finanziellen Gewinn abzuringen.
Patagonia ist Vorreiter und hat mit langer Tradition eine wegweisende Rolle im CSR-Feld vorzuweisen. Kann man von dieser unkonventionellen Art und Weise lernen?
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Chilenische Schulen im Streik
Unsere wohlgeplanten Workshops wurden merklich von einer Streikwelle unterbrochen. Für mich neu, Schüler “stürmen” die Schulen und übernehmen für ein paar Stunden, meist aber für ein paar Tage die Kontrolle. “Tomo del colegio”. So mußten wir im Süden, in der kleinen Stadt Curanilahue, den Direktor einer Schuler vorsenden, der mit den Schülern verhandelte, so daß wir mit deren wohl einmaliger Genehmigung die Schule betreten durften.
Alles im Sinne eines besseren Bildungssystems, versuchte ich vergeblich mir von den streikenden “Pingüinos” – wie hier Schüler wegen ihrer Uniform genannt werden – den Streikgrund erklären zu lassen. Wahrlich – das Bildungssystem und deren gewaltigen Unterschiede zwischen öffentlichen und privaten Schulen bedarf einer Generalüberholung. Dennoch liegt im Streik eher die Freude ein Rebell und gegen etwas zu sein, als klare Argumente für das Tun zu haben. Die Schulleitungen schlagen nun zurück und manch streikende Schule wird im Gesamten gestrafft, indem alle Schüler in den nun beginnenden Winterferien nachsitzen müssen.
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Winter??
Winter am Strand in Pichilemu – fühlt sich doch beinahe wie Sommer an.
Trotz der kalten Zeit hier im Süden, oder gerade wegen dieser, verbringen wir mit Freunden beinahe jedes Wochenende am Strand. 3 Stunden Richtung Süden von Santiago aus und wir landen in der Surfmetropole Chiles, in Pichilemu. Was im Sommer ein reines Mekka ist, umlagert von tausenden Profisurfern, Möchtegern-Surfern und Surfbeobachtern – ist im Winter ein kleines und eher verlassenes Idyll. Kilometerweiter Strand – beinahe ohne weitere Gäste. Ich zähle mich zu der Kategorie “Möchtegern-Surfer”, der doch eher nach den Wolken, Wind und Außentemperaturen entscheidet, ob ein sich mitten im Winter in den kalten Pazifik wagen … sich wirklich lohnt oder sich wirklich, wirklich lohnt. Eigentlich lohnt es sich immer und nach den ersten 2 Schock-Gefrierminuten, gewinnt der Spaß an den Wellen und die Motivation, endlich ein klein wenig länger auf dem Surfbrett zu stehen. Nur 1 Meter neben mir in meiner Übungszone – wohlgemerkt nicht tief in den Wellen, sondern lediglich im Ufer-Schaumbereich des Meeres – schwamm vor ein paar Tagen ein Pinguin neben mir. Keine Ahnung wer mehr von uns Beiden den Anderen vor Schock und Erstaunen anstarrte. Beeindruckend!
Lea
Lieb gewonnen und nun wieder nach über einem halben Jahr zurück in Deutschland … Lea. Schön wars mit dir hier, wir haben eine Menge gelacht, Blödsinn angestellt, übers Leben geplaudert, “Mantas – Trabis – und Oldtimers gezählt” oder “einfach mal die Seele baumeln lassen”
. Vermiss dich Kleene, hoffe dir geht es gut. Auf das Neue Abenteuer auf dich in Deutschland, Thailand oder wie abgemacht in 4 Jahren im Zug nach Indien auf dich warten. Abrazo!
Posted in Leben in Chile | Tags: Lea, Strand
FLL Worldfestival 2008
Muß etwas aufholen. Bin wahrlich kein Blog-Freak und mein erster Blog, lebt einsam und scheinbar ereignislos vor sich hin. Dabei rast die Zeit und in den letzten Monaten ist eine Menge passiert.
Als krönenden Abschluß des ersten Jahres FIRST LEGO League in Chile, sind wir im April mit 2 Teams zum World Festival nach Atlanta geflogen. Beeindruckend dort zu sein und den ganzen ” Wahnsinn der Roboterwelt” und vor allem die Begeisterung der Kinder zu erleben. Bin stolz auf meine chilenischen Teams, die sich wacker im Kampf um die Pokale geschlagen haben. Wahrscheinlich waren wir Begleitpersonal und Erwachsenen am Ende aufgeregter als die Kinder, die mit Ergeiz und Kampfgeist im Wettbewerb gegen 80 Teams aus 30 Ländern, einen Pokal und eine ehrenvolle Benennung mit nach Hause nehmen konnten.
Posted in FLL | Tags: FIRST LEGO League
Winter in Santiago
Posted in Leben in Chile | Tags: Santiago
Langes OsterWochenende
Mal wieder hat sich in den letzten Wochen einiges Überschlagen. Weiterhin bleibe ich ein Lebenschaot, aber sicherlich liegt es auch daran das die FLL wächst und wir immer noch ein viel zu kleines Team sind. FLL geht in die zweite Runde und nach dem erfolgreichen Pilot in 2007, haben wir uns Einiges vorgenommen um aus manchen Fehlern aus dem letzten Jahr zu lernen oder vieles einfach noch besser zu machen. Die neue und bedeutend schönere Website ist fast fertig, Formatierungen und langatmige Designsachen halten auf. Teams können sich ab April über ein neues Online Formular registrieren, welches momentan noch feingeschliffen wird. Die Sponsorengespräche laufen, auch wenn es manchmal viel länger dauert als erwartet. Die chilenische Tageszeitung El Mercurio und der TV Kanal Canal 13 sind als Medienpartner dabei und ich hoffe damit, die letzten überzeugenden Argumente für noch unschlüssige Sponsoren gefunden zu haben. Curanilahue und Punta Arenas sind unsere neuen Partner und so beginnen wir 2008 mit 5 Regionen und 120 Teams.
FLL ist mehr als nur ein Roboterprojekt. Anfangs konnte ich mir nur schwer vorstellen, wie ich ein Netzwerk in anbetracht Chiles eigenwilliger Geographie, in den verschiedenen Städte aufbauen und Leute zur FLL dazugewinnen kann. Nach einem Jahr, sind wir ein beeindruckend großes Netzwerk mit unzähligen motivierten Personen, welche die Ideen und den Wettbewerb erst richtig zum Leben bringen.
Chile war keine einfache Entscheidung, aber rückblickend absolut das Richtige für mich. Nicht jeder Tag ist simple, besonders das erste Jahr forderte mich an manchen zähen Tagen heraus, auch heute gibt es genügend Sachen um mit seinem Umfeld oder mit sich selbst zu hadern. Und doch habe ich in dieser kurzen Zeit eine Unmenge gelernt! Ich bin glücklich hier zu sein, habe Freunde an meiner Seite die ihrerseits mit Energie und Leidenschaft an ihren Wünschen, Ideen und Projekten arbeiten – und freue mich auf noch „etwas mehr Chile“ in nächster Zeit.
Es ist Ostern und alle sind aus der Stadt geflohen. Ich bleibe hier und nehme mir nach Langem Zeit für mich – ein Buch, Fotografieren und durch die leere Stadt schlendern – einfach die Seele baumeln lassen.
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